Berlin Leder und Fetisch e.V.

Mister Fetish Berlin 2026!

Mr B Berlin

Ich kandidiere, um der Fetischszene Danke zu sagen und ihr meinen Respekt zu zollen. Meine ersten Erfahrungen habe ich Anfang der 90er, frisch volljährig, im BDSM- und Lederkontext gemacht. Der Wandel vom Titel „Mr. Leather Berlin“ zu „Mr. Fetisch Berlin“ spiegelt auch meinen eigenen Weg wider: Aus der offenen, toleranten Lederszene heraus haben sich viele neue Facetten entwickelt – für die Community und für mich persönlich, vom Dogplay bis zum ergänzenden Pupplay.

Fetisch bedeutet für mich Vielfalt. Manche Vorlieben sind fester Bestandteil meiner Sexualität, andere stimulieren oder erleichtern Kontakt und Begegnung. Ich liebe es, mich bewusst anzuziehen – Geruch spielt dabei eine große Rolle. Fetische subtil in den Alltag zu integrieren, hat für mich etwas Befreiendes und macht mich stolz. Vor allem aber ist Fetisch für mich auch Kommunikation.

In der Community liegen mir Zusammenhalt und Toleranz besonders am Herzen. Die große Vielfalt an Möglichkeiten kann innere Spannungen erzeugen – gerade in Zeiten wachsenden äußeren Drucks. Viele meiner Freunde sind Zugewanderte, prägen die Szene stark, sind aber öffentlich kaum sichtbar. Ich möchte diejenigen unterstützen, die verbinden statt spalten, Verständnis fördern und klare Grenzen respektieren: Ein Ja ist ein Ja, ein Nein ist ein Nein. Unsere Stärke soll das selbstbewusste Ausleben unserer Möglichkeiten sein – und unsere Toleranz.

Seit über 20 Jahren lebe ich in Berlin und erlebe die stetige Veränderung der Szene. Die vielen Einflüsse, Touristen und neuen Gesichter machen diese Stadt lebendig und spannend. Berlin bietet Raum, Infrastruktur und Freiheit zum Feiern, Entdecken und Kennenlernen. Die Stadt kann hart sein, aber ihre Ehrlichkeit ist auch befreiend.

Lasst uns unsere Wünsche selbstbewusst ausleben, erleben und einander gönnen.

Ich kandidiere, weil ich zeigen will, dass wir dazugehören. Ein Erlebnis im PK hat mich geprägt: Jemand sagte, er habe noch nie einen Asiaten im „Full Gear“ gesehen. Statt Wut spürte ich Verantwortung. Als ehemals gemobbtes, dickes, schwules, asiatisches Kind weiß ich, wie es ist, sich fehl am Platz zu fühlen. Heute stehe ich hier, um meinem jüngeren Ich und anderen zu beweisen: Die klassische deutsche Lederästhetik ist keine Frage der Hautfarbe, sondern der Haltung und des Selbstbewusstseins.

Fetisch ist für mich kein Kostüm, sondern ein Verstärker. In Leder werde ich ruhiger, fokussierter, präsenter. Es bedeutet Zugehörigkeit, Schutz und Brudertum – dieses Gefühl von Ankommen, das ich zum ersten Mal mit dem BLS bei der Pride gespürt habe.

Mir liegt eine offene, zugängliche Community am Herzen. Die Szene darf kein elitärer Zirkel sein und kein Wettbewerb um Likes. Echte Präsenz zählt. Als Mr. Fetisch will ich nahbar sein – besonders für Anfänger und POCs, die sich nicht im stereotypen „Tom of Finland“-Bild wiederfinden. Sichtbarkeit schaffe ich bewusst auch jenseits von Schöneberg, etwa im Möbel Olfe – als Brücke zwischen Tradition und neuer Generation.

Berlin ist für mich radikale Wahlfreiheit und gewählte Familie. Orte wie das Berghain geben mir das Gefühl eines stillen Codes der Verbundenheit. Diese Stadt fordert mich – und gibt mir gleichzeitig die Sicherheit, genau so zu sein, wie ich bin.

Ich kandidiere für den Titel Mr. Fetish Berlin 2026, weil ich Erfahrung, Leidenschaft und Verantwortung mitbringe. Als Mr. Leather Berlin 2022 und Mr. Fetish Germany 2023 weiß ich, was dieses Amt bedeutet – und was es verlangt. Mit meinem Slogan „Stop Fetishshaming“ möchte ich unserer bunten Community Mut machen, selbstbewusst zu den eigenen Vorlieben zu stehen.

Fetisch ist für mich Freiheit. Er ist mein Ausgleich zum Alltag, mein Rückzugsort und zugleich die ehrlichste Form meines Selbst. Tagsüber das knuddelige Travel-Bärchen, nachts Lederoffizier, Proll oder Skinhead – genau dieser Wandel macht meinen Fetisch aus. Dieses Eintauchen in ein zweites Ich ist keine Flucht vor mir selbst, sondern eine intensive Begegnung mit mir.

In der Community setze ich mich für mehr Verständnis und Zusammenhalt ein. Meine „Stop Bodyshaming“-Kampagne möchte ich weiterführen und zugleich Brüder stärken, die aufgrund von Migrationshintergrund, Religion oder Beeinträchtigung noch immer Hemmungen haben, ihren Fetisch offen zu leben. Niemand sollte sich für seinen Körper, seine Herkunft oder seine Vorlieben rechtfertigen müssen.

Berlin ist für mich die Fetish-Hauptstadt der Welt. Ob zu Ostern, beim Folsom, beim Black Weekend oder bei BLUF-, Sports- und Skinhead-Events – diese Stadt lebt und atmet Fetisch. Ich bin stolz, hier zu Hause zu sein. Diese Vielfalt gilt es zu schützen, zu fördern und weiterzuentwickeln – von den großen Events bis zu den Bars, in denen alles beginnt. Dafür möchte ich meinen Titel einsetzen.

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